Warum Spiel nötig ist
Der Laserstrahl trägt beim Schneiden etwas Material ab – die Schnittfuge (Kerf). Wie breit sie ist, hängt von Maschine, Material und sogar vom Zustand der Linse ab. Dazu kommt: Sperrholz ist selten exakt so dick wie angegeben. Eine Nut, die genau der Materialstärke entspricht, ist deshalb mal zu locker und mal zu stramm.
So stellst du es bei FRAMEBUDDY ein
- Materialstärke eintragen (3, 4, 6 mm oder genau per Regler). Zapfen und Nut passen sich automatisch an.
- Die Nut ist standardmäßig 0,2 mm größer als die Materialstärke. Das passt bei den meisten Lasern.
- Unter „Feineinstellung“ lässt sich das Spiel zwischen 0 und 0,5 mm ändern: Sitzt der Fuß zu stramm, etwas erhöhen; wackelt er, verringern.
Schnittfuge selbst ermitteln
Wenn du es genau wissen willst: Schneide ein Rechteck mit bekannter Größe, miss es mit dem Messschieber, ziehe das Ergebnis von der Sollgröße ab und teile durch zwei. Das ist ungefähr deine Schnittfuge. Richtwerte aus Maker-Anleitungen liegen bei Diodenlasern oft um 0,1–0,35 mm und bei CO₂-Lasern um 0,2–0,4 mm – je nach Maschine, Material und Luftunterstützung. Bei Diodenlasern kann sie in X- und Y-Richtung sogar leicht verschieden sein.
Erst testen, dann produzieren
Schneide vor der ersten Serie nur den Fuß und den unteren Rand des Motivs aus einem Reststück und stecke beides zusammen. Passt es, speicherst du den Wert – bei gleichem Material und gleichem Laser bleibt er stabil.
Häufige Fragen
Muss ich den Fuß verkleben?
Nicht unbedingt. Mit dem richtigen Spiel hält die Steckverbindung von selbst. Für den Versand kann ein Tropfen Holzleim sinnvoll sein.
Der Fuß sitzt auf einer Seite locker, auf der anderen stramm – warum?
Bei Diodenlasern kann die Schnittfuge in X- und Y-Richtung leicht verschieden sein. Drehe das Teil beim Lasern oder stelle das Spiel auf die strammere Richtung ein.